Feuersteinfelder



Die Feuersteinfelder auf Rügen – ein Meer aus Prähistorischen Zeiten

 

Richtige Rügen-Fans wissen schon lange, dass diese Insel viele besondere Naturschönheiten besitzt. Es ist nicht nur das glitzernde türkisblaue Wasser der Ostsee und die feinen Sandstrände oder die berühmten Kreidefelsen.


Es gibt auch Feuersteine, die sich wie ein Meer über eine Fläche von 40 Hektar verteilen! Diese werden manchmal als das „deutsche Stonehenge“ bezeichnet. Die schmale Heide ist voller Feuersteine (zu 90% bestehen diese aus einer Mischung Feuerstein und Kalkstein). Dieser Ort ist einfach etwas Besonderes. Hier kann man einen Teil der Erdgeschichte Rügens hautnah erleben. Für Kinder ist dieser Ausflug auch interessant, da es sehr viel zu entdecken gibt. Die Steinformationen wecken die Phantasie und bieten auch Gesprächsstoff um den wissenschaftlichen Hintergrund zu erklären. Die Feuersteinfelder stehen in direkter Verbindung mit den Kreidefelsen, die sich weiter nördlich befinden. Wenn man von Binz aus in Richtung Mukran fährt (Jasmund), dann erreicht man 4 Kilometer nach Prora die berühmten Feuersteinfelder. Die Fahrt dauert nur 8-10 Minuten und lohnt sich wirklich.

So etwas kann man sonst nirgendwo sehen. Die Feuersteine bestehen hauptsächlich aus Kalk. Diese waren einst Teil der Kreidefelsen auf Jasmund. Vor 4.000 Jahren wurden diese Sedimente aus dem Meer an Land gespült und über ein riesiges Areal verteilt. Die Farbe der Steine ist merkwürdig und interessant. Man befindet sich inmitten eines Meeres aus teils rötlichen Steinen und weißer Kieselsteine. Die Steine lassen nicht zu, dass die lokale Vegetation gedeihen kann. Aus diesem Grund wachsen hier nur sehr flache und kleine Pflanzen. Es finden sich hier Streifenfarn, Stechpalmen, Wacholderbüsche. Heute steht dieser Park unter Naturschutz und es wird besonders darauf geachtet, dass die Feuersteinfelder nicht überwuchert werden. Eine einzigartige Naturschönheit Rügens, die man auf keinen Fall verpassen sollte.