Kreidefelsen



 

Das „weiße Gold“ von Rügen – der majestätische Kreidefelsen ist ein Wahrzeichen von Rügen


 

Es wird das „weiße Gold“ genannt und ist ein Wahrzeichen der Insel Rügen. Wahrscheinlich einzigartig auf der Welt. Wir reden über die Kreidefelsen-Steilküste auf Rügen.


Diese erstreckt sich über fünfzehn Kilometer Länge und ragt mit über 120 Meter in in die Höhe (der höchste Felsvorsprung ist der sogenannte Königsstuhl – ca. 10 Kilometer von Sassnitz entfernt). Diese Küstenlandschaft ist etwas ganz Besonderes und gehört zu jedem Besuch auf Rügen dazu. Die gesamte Felsformation ist Teil des kleinsten Nationalparks Deutschlands und liegt auf der Halbinsel Jasmund. Der Nationalpark Jasmund hat wirklich viel zu bieten. Hier findet der Besucher eine naturbelassene Landschaft, die sich durch Wälder, Moore und Wiesen auszeichnet. Viele der Bäume und Blumen sind nur auf Rügen zu finden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese herrliche Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Viele kennen diese Felsformationen nur aus Postkarten oder vielleicht weil Sie das berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich kennen. Es handelt sich um eine besonders hübsche Darstellung der Wissower Klinken. Diese verewigte der Maler im Jahre 1818 und nannte das Bild schlicht und einfach „Kreidefelsen auf Rügen“. Leider sind diese nicht mehr zu sehen, da sich das Küstenbild immer wieder ändert. Die natürlich Korrosion, Wind und Wetter, nagen an der Ostseeküste und machen die Kreideformationen besonders zu schaffen. Immer wieder brechen große Stücke Felsen ab und stürzen mit einer großen Gewalt ins Meer. Die Ostseeküste ist sehr zerfurcht und die Kreidefelsen sind keine Ausnahme. Die Experten streiten sich um die Herkunft des Namens, aber königlich ist er dennoch. Der meistbesuchte Felsvorsprung heißt Königsstuhl. Hier muss man Eintrittspreise bezahlen, da diese Felsen unter besonderem Naturschutz stehen. Man kann hier wandern gehen und über die alte Holztreppe (ca. 420 Stufen) hinabsteigen. Dann steht man direkt am kleinen Küstenstrand und bewundert diese majestätischen Felsen. Einige Besucher machen gerne Figuren aus Kieselsteine oder suchen nach dem Rügener Bernstein. So manch einer hat schon Bernstein gefunden, dass ein eingeschlossenes Insekt aus der Dinosaurierzeit enthielt. Sehr selten, aber nicht unmöglich. Die Felsen ändern sich und geben viele Überraschungen preis. Das hat auch seinen Grund. Die Felsen sin im Laufe von 50 Millionen Jahren entstanden und bestehen aus Kalk, Lehm, kalkhaltigen Meereslebewesen, Muscheln und Mergelstein. Der Kreidegehalt ist hier aber einzigartig hoch. Ein herrliches Erlebnis, ist es, an der Kreidefelsenküste entlang mit dem Schiff zu fahren. Man sieht dann die ganze strahlend weiße Pracht, die sich im Kontrast zum blauen Himmel und dem türkisblauen Wasser, erhebt. Es gibt zahlreiche Wander- und Radwege, um den Naturpark Jasmund zu erkunden.

Eine Empfehlung wäre es, den 11 Kilometer langen Hochuferweg zu nehmen. Dazu fährt man zuerst nach Sassnitz und läuft dann über Lohme zum Königsstuhl. Andere Besucher versuchen den Nationalpark über Hagen zu erreichen. Von hier aus sind es nur noch 3 Kilometer. Wenn man den Königsstuhl erst einmal erreicht hat, dann muss man nur noch die gewaltigen Granitstufen besteigen. Hier befindet sich auch ein Hügelgrab, vermutlich aus der Bronzezeit Rügens. Die Aussicht über die Ostsee ist ein unbeschreibliches Erlebnis und nimmt so manchem Besucher den Atem. Die grüne Natur, das blaue Meer und die weißen Felsen, bilden eine fast poetische Gemeinschaft, die man nur auf Rügen finden kann. Einige Besucher beziehen sich auf den Nationalpark und andere kennen diese Naturschönheit einfach als Kreidefelsen. Um genau zu sein, nennt man die Gegend rund um den Königsstuhl auch die Stubbenkammer. Diese gehört zu Sassnitz und bedeutet so viel wie „Felsstufe“ (das Wort ist eine Zusammensetzung aus dem Slawischen Wortgebrauch). Hier befindet sich die Kleine Stubbenkammer und die Große Stubbenkammer. Die größte Felsformation – der Königsstuhl – gehört zur großen Stubbenkammer. Er ist auch der höchste Felsen, der mit 118 Meter über dem Meeresspiegel stolz in die Höhe ragt. Weiter im Süden befindet sich die kleine Stubbenkammer, zu der die Victoria-Sicht gehört. Im Jahre 1865 wurde dieser Ort von Kronprinzessin Victoria besucht und die Aussichtsplattform wurde nach ihr benannt. Wie erreicht man den Kreidefelsen von Binz aus? Von Binz aus können Sie den Nationalpark Jasmund mit dem PKW erreichen. Der Nationalpark liegt ca. 30 Kilometer in nordöstlicher Richtung entfernt. Dazu fahren Sie zunächst auf die L29 und von dort aus auf die L303. Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten. Eine schönere Fahrt erleben Sie allerdings, wenn Sie mit dem Schiff zum Kreidefelsen fahren. Sie können beispielsweise mit der MS „Adler-Mönchgut“ oder mit der MS „Binz“ zum Königsstuhl auf der Halbinsel Jasmund fahren. Besonders herrlich ist die Fahrt am Morgen. Täglich fährt ein Schiff von der Seebrücke Binz ab. Die Fahrt dauert ca. 2-3 Stunden und ist ein einzigartiges Erlebnis. Sie können auf der Rückfahrt an den anderen Seebrücken aussteigen und die Fahrt mit dem Bus oder der Bahn fortsetzen. Die Preise für Erwachsene bewegen sich im Bereich von 20 € pro Person und für Kinder sind das rund 10 €. Die aktuellen Preise erfragen Sie bitte örtlich bei Adler Schiffe oder bei jeder anderen Schifffahrtsgesellschaft. Die Sicht auf die größte Felsformation ist vom Wasser aus einfach herrlich. Die Sonnenstrahlen scheinen auf die weißen Felsen und geben dem Ganzen eine besondere Atmosphäre.